Karin Urbach: Das Buch Alice

Einst erfolgreiche Kochbuch-Autorin, verliert die Wiener Jüdin Alice Urbach unter den Nationalsozialisten Heimat, Familie und Karriere. Sie flieht nach England, wo sie sich als Dienstbotin durchschlägt und später ein Flüchtlingsheim für jüdische Mädchen leitet. Mit Kochunterricht versucht sie ihre Schützlinge von den Kriegswirren abzulenken. Nach dem Krieg geht Alice nach New York, gibt Kochkurse in San Francisco und stellt im amerikanischen Fernsehen ihre besten Rezepte für Mehlspeisen und Tafelspitz vor. In einer Wiener Buchhandlung findet sie sogar ihr Buch wieder. Doch wer ist der Mann, dessen Name auf dem Umschlag prangt? Hat es den „Küchenmeister“ Rudolf Rösch je gegeben? Recherchen führen Alice’ Enkelin Karina Urbach in Wiener, Londoner und Washingtoner Archive, in denen sie längst verloren geglaubte Briefe, Tonband- und Filmdokumente findet. Sie eröffnen ein bislang unbekanntes Kapitel in der Geschichte deutscher NS-Verbrechen.

Das Buch ist in Aufmachung und rotem Einband eine Hommage an das Buch der Großmutter, dass in selber Aufmachung in Österreich zu einem Kochbuchklassiker avancierte. Der Verlag wollte Karina Urbach bei ihren Recherchen zunächst nicht behilflich sein und verwies darauf, dass das hauseigene Archiv verloren gegangen war. Erst durch das öffentliches Echo ihres Buches sah der Verlag sich genötigt, das Buch ihrer Großmutter unter ihrem richtigen Namen erneut zu veröffentlichen. Das Verlags-Archiv hatte sich wieder gefunden.

Herausgeber:    Ullstein Taschenbuch

Taschenbuch:   464 Seiten

ISBN:   978-3548065168

Herausgeber:    Propyläen Verlag,  gebundene Ausgabe

Hardcover:   432 Seiten

ISBN:   978-3549199980

Ein Tipp unseres  Mitglieds  Dr.  Nikolai Wojtko, Agentur für Gastrosophie und freier Autor


				
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